
internationalen Größen der Archäologie, der Epigrafik und ausMaschinenhistorikern,zusammenarbeitet. Die Uhrmacher halfen den Archäologen, bestimmte Räderwerke besser zu verstehen und bestimmte mechanische Hypothesen zu validieren, während die Wissenschaftler den Uhrmachern seit der Antike vergessene, technische Lösungen anboten (insbesondere kreisförmige Räderwerke mit nicht- linearenZyklen). Die Fähigkeit der Mechaniker der Antike, derartig effiziente Zahnräder aus Bronze herzustellen, eröffnet neue Horizonte hinsichtlich ihres philosophischen Zusammenhangs mit dem technischen Fortschritt und anstelle der Maschinen in ihrer Weltanschauung – was im Gegenzug Fragen zu unserer eigenen Beziehung zu den Maschinen und den „Prothesen” derModerneaufwirft… Uneingeschränkte Hochachtung vor den astronomischen Anzeigen des von den Griechen erdachten Mechanismus Die Herausforderung für das Team von Mathias Buttet bestand darin, ein Uhrwerk in die miniaturisierte Neuinterpretation des Mechanismus von Antikythera zu integrieren, unter Berücksichtigung der Architektur des Mechanismus und insbesondere seiner doppelten, beidseitigen Anzeige. Die erste Leistung dieses Teams lag darin, in wenigen Kubikzentimetern umzusetzen, was die Mechaniker der Antike in einigen hundert Kubikzentimetern entwickelt hatten, ohne dabei den ursprünglichen Geist des Mechanismus, seine Präzision oder die Lesbarkeit seiner Anzeigen zu beeinträchtigen. Auf dem von Hublot neukreierten Uhrwerk werden die Stunden und Minuten klassisch in der Mitte angezeigt und es wird zum ersten Mal im Musée des Arts et Métiers in Paris, im Rahmen der Ausstellung „Anticythère, l’énigmatique machine surgie du fonds du temps” (Antikythera, eine geheimnisvolle Maschine erhebt sich aus den Tiefen der Zeit) präsentiert. Dieses Uhrwerk wird von einem Tourbillon geregelt, ebenfalls ganz klassisch, dessen 6-Stunden-„Käfig” sichineinerMinuteumsichselbstdreht. Die verschiedenen bekannten Anzeigen der „Maschine” von Antikythera wurden bei der zukünftigen Uhr sowohl auf der Rück- als auch auf der Vorderseite berücksichtigt. Auf der Vorderseite des Uhrwerks: Der Kalender der panhellenischen Spiele (welcher die Gastgeberstädte dieser Spiele anzeigte), der ägyptische Kalender (12 Monate zu je 30 Tagen, zusätzlich mit den Epagomen-Tagen), die Stellung der Sonne in den Konstellationen des Horoskops, die Mondphasen (anhand eines meisterlichen Zeigers im Fenster, welcher die Position des Mondes im Horoskop im Laufe des Sternenmonats United Networker Magazine November 2011